Tag-Archiv | Magenschleimhautentzündung

Huflattich

HUFLATTICH

  • Bronchialkatarrhe mit Husten und Heiserkeit
  • leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
  • bei Bluthochdruck
  • stärkt die Lunge und ist schleimlösend

Der Huflattich als Heilpflanze ist besonders wirksam bei Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Zur Herstellung von Arzneien werden nur die Blätter verwendet. Neuere Forschungen haben jedoch  unerwünschte Nebenwirkungen (Krebsrisiko) durch enthaltene Pyrrolizidinalkaloide ergeben. Deshalb sollte Huflattich nicht länger als 4-6 Wochen im Jahr eingenommen werden.

Die Blüten, das Kraut und die Wurzel sollten wegen des Gehaltes an leberschädigenden und ev. kanzerogenen Inhaltsstoffen nicht verwendet werden.

Er kann als Tee oder Tinktur gegen Husten verwendet werden.

Schwangere und stillende Mütter sollten lieber ganz auf Huflattichtee verzichten.

Da Huflattich entzündungshemmend, zusammenziehend und antibakteriell wirkt, hilft der Tee gegen Ekzeme, schlecht heilende Wunden, bakterielle Entzündungen.

Die frischen Blätter sollen als Umschlag aufgelegt, bei Rheuma und Gicht helfen.

Huflattich wirkt, anregend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweisstreibend, bei Husten, Raucherhusten, Reizhusten, Erkältung, Fieber, Asthma, Bronchitis, Augenentzündung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Nervenschmerzen, Gastritis, Darmentzündung, Verstopfung, Furunkel, Ekzeme.

 

Ingwer

INGWER

  • Beugt der Reisekrankheit vor
  • Verdünnt das Blut
  • Thrombose
  • Senkt das Cholesterin im Blut
  • gegen Ängsten
  • gegen Blähungen
  • Darm- und Magenträgheit
  • Föhnkopfschmerzen
  • Gastritis
  • bekämpft Müdigkeit
  • Schwindel, vestibulärer (Bewegungsschwindel)
  • Übelkeit mit Erbrechen
  • Übelkeit nach Narkose
  • Wetterfühligkeit

Ingwer unterdrückt Übelkeit und Reisekrankheit sogar noch besser als Dramamin – ein weit verbreitetes Medikament gegen Reisekrankheit. Etwa ein halber Teelöffel gemahlener  Ingwer beugt der Reisekrankheit vor. Sie können Ihn im Tee oder einem anderen Getränk zu sich nehmen. Wollen Sie frischen Ingwer verwenden, verdoppeln Sie die Dosis. Sie können die Wurzel nach dem schälen klein geschnitten oder gerieben einem Getränk hinzufügen. Auf keinen Fall sollten Sie gemahlenen Ingwer so zu sich nehmen, weil Sie sich daran die Speiseröhre verbrennen können. Sie können Ingwer auch als Gelantinekapseln einnehmen, die Sie in Reformhäuser oder Apotheken erhalten. Nehmen Sie etwa eine halbe Stunde vor Reiseantritt zwei Kapseln.

Ingwer enthält blutverdünnende Stoffe (Gingerol), dessen chemische Struktur der von Aspirin, einem ebenfalls stark gerinnselhemmenden Stoff ähnelt.

Ingwer als Tee entspannt bei nervösen Magenbeschwerden. Bei Appetitlosigkeit würzen Sie  Ihr Essen so oft es geht mit frischem Ingwer.

Tipp für Reiselustige: Kandierte Ingwerstücke können (rechtzeitig gekaut) die gefürchtete Reiseübelkeit verhindern.

In alten Medizin- und Kräuterbüchern werden  immer wieder die hervorragenden Eigenschaften der Wurzel erwähnt. Nicht nur die  Chinesen, Inder und andere alte Kulturen wussten seine heilende Kraft zu  schätzen. Alte deutsche Kräuterbücher aus dem 15. Jahrhundert widmeten dem Ingwer ihre Aufmerksamkeit.

Als Badezusatz wirkt die zerstoßene  Ingwer-Wurzel wohltuend und beruhigend, bei überreizten Nerven, bei  Schlaflosigkeit, Nervenschwäche und auch bei Unterleibsleiden der Frauen. Soviel  alte Rezepturen es auch geben mag – eines ist sicher, Ingwer beruhigt den  nervösen Magen und hilft ausgezeichnet gegen See- und Flugkrankheiten.

 

Kamille

KAMILLE

  • Haut- und Schleimhautreizungen
  • verdorbenem Magen, Blähungen oder Leibschmerzen
  • gegen Zahnfleischentzündungen

Die Blütenköpfchen mit dem Kranz weißer, zungenförmiger Randblüten und der gelb leuchtenden Mitte sind das Wahrzeichen der Kamille. Sie wächst bei uns als Unkraut an Weg- und Feldrändern. Spezielle Kulturen jedoch werden zum Beispiel aus Thüringen, Ägypten oder Argentinien als geprüfte Arzneiware angeliefert. Frisch oder getrocknet werden die süßlich duftenden Blüten seit Jahrhunderten in der Volksmedizin eingesetzt.

Und dies zu Recht: Kamille lindert vorzüglich Haut- und Schleimhautreizungen. Nervöse und gestresste, denen alles auf den Magen schlägt, sollten statt zu aggressivem Kaffee lieber zu einer Tasse Kamillentee greifen. Dazu einen  Esslöffel Kamillenblüten aus der Apotheke mit einer Tasse (150 ml) heißem Wasser übergießen. Nach zehn Minuten abseihen und ungesüßt schluckweise trinken. Die Magenschleimhaut wird besänftigt, der gereizte Magen beruhigt. Bei verdorbenem Magen, Blähungen oder Leibschmerzen wirkt der Aufguss krampflindernd und verdauungsfördernd. Aufgrund der entzündungshemmenden und Bakterienabwehrenden Wirkung haben sich Kamillenspülungen und -bäder auch bei schlecht heilenden Wunden und Infektionen bewährt: Gegen Zahnfleischentzündungen und schmerzhafte Druckstellen im Mund einen Kamillenaufguss (wie oben beschrieben) mehrmals täglich frisch herstellen und lauwarm gurgeln. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich, beispielsweise durch Wundliegen, helfen Kamillenbäder:

5O Gramm der getrockneten Blüten mit einem Liter heißem Wasser aufgießen und etwa 15 Minuten bedeckt ziehen lassen. Nach dem Filtern wird der intensiv gelbe Kamillensud dem Badewasser zugesetzt. Für die äußerliche Anwendung sind fertige Kamillenextrakte in der Apotheke erhältlich.

Bei Schnupfen: Eine Hand voll Kamillenblüten in einem Topf mit heißem Wasser übergießen und etwas ziehen lassen. Mit einem Handtuch über dem Kopf möglichst nah an den Topf und tief durch den Mund einatmen und wieder ausatmen.

Aus den Blüten der Kamille lässt sich ein tiefblaues ätherisches Öl destillieren, das hautberuhigend wirkt. Cremes, die dieses wertvolle Öl enthalten, schützen und pflegen die empfindliche Haut – ganz besonders, wenn sie schon durch intensive Sonnenstrahlung oder Rasur strapaziert worden ist.

 

Löwenzahn

LÖWENZAHN

  • Gegen Leber, Galle und Nierenerkrankungen.
  • Unreine Haut, blutreinigend, harntreibend.
  • Gegen rheumatische Beschwerden.
  • Blinddarmentzündung
  • Wunde Hautstellen
  • Brustdrüsenentzündung
  • Chronische Gastritis
  • Blasenentzündung

Löwenzahn ist kein Unkraut, sondern zählt zu unseren wertvollsten  Heilkräutern. Wer ihn im Frühling bis Ende Mai mit dem Löwenzahnstecher fachgerecht aussticht, kann sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter und Wurzeln nutzen. Am besten ist eine kurmäßige Anwendung über das ganze Jahr. Je nach Zubereitung regt die Pflanze dann die  Verdauung an oder hilft gegen Gallensteine. Insgesamt kommen der Stoffwechsel und dabei vor allem die Leberfunktion in Schwung. Besonders wirksam ist hier der frisch ausgepresste Saft aus den Blättern  und Wurzeln. Erwachsene sollten davon täglich drei Esslöffel und Kinder drei Teelöffel einnehmen. Wer sein er Nahrung täglich einige frische Löwenzahnblätter beimischt oder auch die jungen Knospen anstelle von Kapern verwendet, erreicht eine Kräftigung des Bindegewebes. Die Folge ist, dass rheumatische Beschwerden zurückgehen. Die Pflanze hilft auch bei unreiner Haut. Zimmerwarme Breiumschläge aus klein gehackten Blättern bessern Hautkrankheiten. Gut ist es auch, einen Tee aus den frischen oder getrockneten Blättern und Wurzeln zu trinken. Haarspülungen mit Löwenzahnblättertee helfen bei Schuppen.

Durch Stoffwechselanregende Bitterstoffe wird die Verdauung, insbesondere die Fettverdaung erleichtert und das oft lästige Völlegefühl nach reichhaltigen Mahlzeiten vermeiden. Sein Gehalt an Mineralstoffen, darunter hauptsächlich Kalium, macht seine harntreibende Wirkung aus. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die Leberfunktion und Harnausscheidung findet Löwenzahn bei so genannten Frühjahrskuren seine Anwendung und reinigt den Körper von Stoffwechselschlacken. Bei einer bestehenden Blasenentzündung sollten Sie einen Esslöffel getrocknete Löwenzahnblätter und -wurzeln mit einer Tasse kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden bringen und eine Minute kochen lassen. Nach 15 Minuten abseihen. Täglich zwei Tassen trinken.

Löwenzahn wirkt entgiftend.

Der neue Löwenzahn-Extrakt “Diathen” (in Apotheken) regt Nieren und Galle an, entgiftet, entwässert und entschlackt. Das ergab eine Studie, an der sich Patienten von 100 Hausärzten, die das neue Präparat in ihrer Praxis einsetzten, beteiligt. Dr.Bernhard Mirtl, der die Studie leitete: Der Löwenzahn-Extrakt löste einen Selbstreinigungsprozess des Körpers aus. Man verliert Wasser und überflüssige Pfunde. Sie sollten das Präparat sechs bis acht Wochen nehmen.

Bei empfindlichen Menschen löst der Löwenzahn allergische Reaktionen aus.

 

Möhren

MÖHREN

  • Magenschleimhautentzündung

Wer häufig Magenschleimhautentzündung leidet, sollte öfter Möhren sowie andere gelbe und rote Gemüse wie Paprika und Tomaten essen. Denn diese Sorten enthalten viel Provitamin A (Betacarotin). Und das soll vor einer Gastritis schützen. Bekannt war bisher nur, dass das Betacarotin das Risiko von Krebs und Arterienverkalkung mindert. Eine besonders schwere Form von Magenschleimhautentzündung ist die atrophische Gastritis. Bei diesem Leiden können Möhren sogar vor gefährlichem Schleimhautschwund schützen. Dies haben Japanische Forscher nun festgestellt. Die atrophische Gastritis führt häufig zu Magenkrebs. Mit gelbem und rotem Gemüse lässt sich Krebs und Magengeschwüren aber vorbeugen. Bei Sodbrennen hat sich frisch gepreßter Möhrensaft sehr bewährt.  Man trinkt 1 Likörgläschen voll, läßt jeden Schluck längere Zeit im Mund. Vorbeugend kann man dieselbe Menge vor jeder Mahlzeit trinken.

Siehe auch Karotten

 

Muskatnuss

MUSKATNUSS

  • Stärkt Magen, Dickdarm und Milz
  • Sodbrennen
  • Bronchitis
  • Entgiftet
  • Rheuma und Gicht
  • Verdauungfördernd

Muskatnuss lindert chronische Bronchitis und entgiftet. Würzen Sie Kräutertee mit einer kleinen Messerspitze Muskat. Regelmäßiges Würzen mit frisch geriebener Muskatnuss lindert auch Rheuma und Gicht.

In der Homöopathie verwendet man Muskatnuss bei akuter Gastritis, Magenverstimmung, nervösen Beschwerden und Wahrnehmungsstörungen.

Aber Vorsicht: Große Mengen (mehr als 5 Nüsse) führen zu starker Übelkeit, Halluzinationen, Desorientiertheit, Herzjagen, Magenschmerzen und können sogar tödlich sein.

Tipp: Nüsse mit Spezialreibe pulvern. Macht Lust auf Liebe.

Vorsicht: Sparsam verwenden!

 

Speisepilze

SPEISEPILZE

  • Mit der Mykotherapie heilen.
  • Steinpilze wie Pfifferlinge, Austernpilze und Shiitake zählen zu den Standards einer guten Küche

Doch sie können wie Wissenschaftler herausgefunden haben, auch heilen. Diese neue Therapierichtung nennt sich “Mykotherapie”. Ihren Ursprung hat sie in Japan und China, wo schon lange die Heilwirkungen asiatischer Schwammpilze genutzt wird. Nun findet sie auch in Deutschland ihre Anhänger. Die meisten Pilze mit therapeutischer Wirkung kommen aus den Wäldern Chinas und Japans, einige von ihnen finden sich jedoch auch hier. Wie etwa der Austernpilz. Er senkt nachweislich den Cholesterinspiegel, außerdem konnte er im Labor das Wachstum von Krebstumoren bremsen. Auch der Hallimasch wächst in unseren Wäldern, wo er allerdings von Forstwirten als Schädling eher gefürchtet wird. Wissenschaftler fanden bei ihm Substanzen, die in starkem Maße antibiotisch wirken, vor allem auf so genannte grampositive Bakterien. Zu ihnen gehören beispielsweise die Erreger von Lungenentzündung, Scharlach und Hirnhautentzündung. In China werden Hallimasch-Tabletten zur Vorbeuge gegen Magenschleimhautentzündungen, Rachitis und Epilepsie eingesetzt. Der Lärchenporling steht in Deutschland auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Seine Agarizinsäure hemmt die Arbeit der Schweißdrüsen. Er eignet sich dadurch ausgezeichnet zur Therapie von Nachtschweiß und Hitzewallungen, wie sie etwa als Begleiterscheinungen der Wechseljahre auftreten. Der absolute Star unter den Heilpilzen ist jedoch der Shiitake. Seine ursprüngliche Heimat ist Ostasien, er wird jedoch mittlerweile auch hierzulande angebaut. Sein Zinkanteil fördert unser Immunsystem, und sein Anteil an Ergosterin – einer Vorstufe zu Vitamin D – fördert das Wachstum der Knochen, ein Aspekt, der vor allem für Osteoporose-Kranke von Bedeutung ist. So unterdrückt der Shiitake-Pilz stark die Vermehrung von Schnupfen- und Grippeviren. Er senkt den Blutzuckerspiegel, indem er die Insulinausschüttung anregt. In Japan verabreichte man 470 Frauen  täglich neun Gramm frische Shiitake-Pilze, berichtet der Bonner Mykologie-Professor Jan Lelley. Ihr Cholesterinspiegel senkte sich daraufhin binnen einer Woche um 7 bis 15 Prozent.

Bleibt die Frage nach den Techniken der Mykotherapie. Grundsätzlich sind getrocknete Pilze  besser geeignet als Frischware, denn die besteht ja nur zu 80 bis 90 Prozent aus Wasser.

Die Pilzkörper werden zum Trocknen auf sauberem Pergamentpapier ausgelegt, danach kann man sie in einer Gewürzmühle weiter zu Pulver verarbeiten. Die Tagesdosis liegt bei einem Teelöffel Pulver, das man unter den Tee oder in die Suppe mischen kann.

Medizinische Wunder können jedoch auch Pilze nicht vollbringen. Bei einer akuten Lungenentzündung sollte man weiterhin auf Antibiotika setzen und auch chronische Leiden wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Krebs oder Aids, warnt Lelley, lassen sich nicht ohne weiteres mit einem Naturheilmittel wegwischen. Als Teil eines übergeordneten Behandlungsplans kann die Mykotherapie jedoch  bei diesen Erkrankungen sinnvoll sein.

Tausendgüldenkraut

TAUSENDGÜLDENKRAUT

  • bei Verdauungsstörungen
  • Appetitanregend
  • gegen Magenschmerzen

Tausendglüldenkraut enthält u.a die sehr bitter schmeckenden Iridoide sowie Secoiridoidalkaloide und Xanthone. Tausendgüldenkraut wird wegen seines hohen Bitterwerts zur Behandlung von Verdauungsstörungen und zur Anregung des Appetits verwendet. Magenschmerzen und chronische Magenschleimhautentzündung sind prädestiniert für die Behandlung mit Tausendgüldenkraut.

Sehr wirksam gegen Sodbrennen ist Tausendgulden-Kraut-Tee. Man übergießt abends 1/2 Teelöffel Tausendgulden-Kraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser. Am nächsten Morgen durchseihen, zimmerwarm in kleinen Schlucken trinken. Schmeckt sehr bitter.  Bei Magen- und Darmgeschwüren darf das Tausendgüldenkraut nicht verwendet werden! Bei Appetitlosigkeit ein bis zwei Teelöffel voll Tausendgüldenkraut mit 150 ml siedendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten durch ein Teesieb filtrieren. Jeweils 1 /2 Stunde vor den Mahlzeiten 1 Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm trinken.

 

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