Tag-Archiv | Gicht

Schlehe

SCHLEHE

  • Schlehensaft hilft bei Rheuma, Gicht und Blasenleiden
  • Schlehenmus verwendet man als mildes Abführmittel

Schlehen gehören zu den letzten Gaben der Natur im Jahr. Früher musste man die ersten Fröste abwarten, ehe man die Beeren ernten konnte – denn der herb-saure Geschmack dieser Früchte wird nur durch den Frost gemildert. Heutzutage pflückt man die reifen Schlehen schon im September und gibt sie einfach ins Gefrierfach und überlässt der Technik das Durchfrieren.

 

Schlüsselblumen

SCHLÜSSELBLUMEN

  • Hilft bei Gicht und Rheuma
  • Scheidet überschüssige Harnsäure aus
  • Erkältungskrankheiten

Wer an Gicht und Rheuma leidet, sollte über längere Zeit 1 bis 2 Tassen Schlüsselblumentee täglich trinken. Die Schmerzen werden sich lösen und allmählich ganz verschwinden. Durch ihren Saponingehalt wird überschlüssige Harnsäure aus dem Körper ausgeschieden. Auch gegen akute und chronische Erkältungskrankheiten, besonders Husten, Verschleimung, Asthma, Migräne, Schlaflosigkeit hilfreich. Schlüsselblumenblüten werden im April und Mai gesammelt. 2 Teelöffel davon werden mit 1 Tasse Wasser 10 Minuten lang gekocht.

Anmerkung: Für Menschen mit Primelallergie verboten. Auch kann es bei empfindlichen Menschen zu Magenschmerzen führen.

 

Sellerie

SELLERIE

  • Hilfreich bei Gicht
  • Rheuma und Hauterkrankungen
  • Senkt den Harnsäuregehalt
  • Harntreibend, blutreinigend
  • Steigert die Nierentätigkeit
  • Bei hohen Blutfettwerten
  • Cellulitis
  • Impotenz
  • Vergesslichkeit
  • Sodbrennen

Jeder zweite Mann über 40 leidet heute an Potenzproblemen. Abhilfe kann eine unscheinbare Knolle bringen, die schon bei den Römern und Griechen wegen ihrer stimulierenden Kraft auf die Sexualorgane sehr beliebt war. Die rede ist von dem Doldengewächs Sellerie (Apium graveolens). Wissenschaftler empfehlen die Knolle aber nicht nur bei Impotenz und Libidoverlust, sondern raten zu Selleriesamenöl (Apotheke) als leistungsförderndes Mittel speziell zur Senkung des Cholesterinsspiegels. Man hat die Wirkung des Öls untersucht und feststellt, dass die Extrakte dieses Öls positiv auf den Blutdruck wirken, Herz und Gefäße anregen, die Zelldurchblutung fördern und bei allen Leiden helfen, die durch Durchblutungsstörungen begünstigt werden (wie etwa Cellulitis, Impotenz, Vergesslichkeit, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen). Sellerie wirkt bei rheumatischen Beschwerden weil es die Nierentätigkeit steigert und den Harnsäuregehalt senkt. Sellerie ist außerdem reich an Vitamin C. Außerdem hemmen die im Sellerieöl enthaltenen Terpene  das Wachstum schädlicher Pilze und Bakterien im Mund- und Rachenbereich sowie im Magen. Gegen Sodbrennen frische grüne Sellerieblätter gut waschen und klein hacken. Eine Handvoll in einem Liter Wasser aufkochen, fünf Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Dann durchseihen, lauwarm und ungesüsst nach dem Essen trinken. Bei Sodbrennen sollten Sie Sellerie als Beilage oder als Salat essen: Sie neutralisiert zu hohen Säuregehalt im Magensaft. Weiter hilft auch wenn Sie frische grüne Sellerieblätter gut waschen und klein hacken. Eine Handvoll in einem Liter Wasser aufkochen, fünf Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Dann durchseihen, lauwarm und ungesüsst nach dem Essen trinken.

Doch Vorsicht: Sellerie ist  häufig  Auslöser von Allergien,  denn auch in Gewürzmischungen, Suppen und Saucen sowie in Fertiggerichten befindet sich zudem häufig Sellerie als würzende Zutat.

 

Teufelskralle

TEUFELSKRALLE

  • gegen Rückenschmerzen
  • lindern Rheumaschmerzen
  • Gichttherapie

Zwei Millionen Deutsche schlagen sich mit Rückenschmerzen durchs Leben, etwa vier Millionen tagtäglich. Nicht immer sind Schäden an der Wirbelsäule verantwortlich, etwa wenn eine verrutschte Bandscheibe auf Nervenwurzeln im Rückenmark drückt. Viel öfter haben sich infolge von Über- oder einseitiger Belastung und falscher Körperhaltung Muskeln verspannt, eine Art Krampf, der Blut aus dem Gewebe drückt, was dazu führt, dass zuwenig Sauerstoff in den Muskel gelangt. Der verhält sich wie bei einer Entzündung, reagiert mit Schmerzsignalen. Zu etwa 80 Prozent sind Rückenschmerzen auf solche Verspannungen zurückzuführen. Schätzungsweise, denn oft wird das Problem nicht erkannt. Röntgen macht eine Muskelverspannung nämlich nicht sichtbar. Ohne Befund versucht es mancher Arzt dann mit entzündungshemmenden Spritzen, Reizstrom und Schmerzmitteln, was den Zustand des Patienten tatsächlich vorübergehend bessern kann. Nach Abschluss der Behandlung stellen sich die Schmerzen aber meist wieder ein, die Beschwerden verschlimmern sich.

Professor Hartmut Göbel aus Kiel untersuchte jetzt erstmalig zur Behandlung von Spannungsschmerzen im Rücken Hochdosierte Extrakte aus den Wurzeln des afrikaschen Sesamgewächses Teufelskralle. Deren Wirkstoffe, allen voran Harpagosid, entkrampfen die Muskeln, was die Durchblutung verbessert und entzündlichen Prozessen entgegenwirkt. Göbel konnte dies in einer vierwöchigen Studie mit 63 Teilnehmern zeigen, von denen rund 40 Prozent länger als sechs Monate Beschwerden im Nacken- und Lendenwirbelbereich aufwiesen. Die Behandlung bewirkte bei 42 Prozent der Patienten eine leichte, bei weiteren 42 Prozent eine deutliche und bei 16 Prozent eine ausgeprägte Besserung. In der Vergleichsgruppe hingegen, die mit einem Scheinmedikament behandelt worden war, verschlechterte sich bei knapp 81 Prozent das Befinden oder blieb unverändert. Trotzdem macht Göbel eine Einschränkung: Werden Rückenschmerzen allein mit Medikamenten behandelt, kann es nach zunächst erfolgreicher sein. Zur dauerhaften Linderung ist deshalb Krankengymnastik mindestens so wichtig wie ein Teufelskrallen-Präparat. Nicht nur gegen Rücken-, auch bei Rheumaschmerzen erscheint die Teufelskralle vielen attraktiv.  Anders als die herkömmlichen  Rheumamittel, die den stark in Mitleidenschaft ziehen können hat die Teufelskralle kaum Nebenwirkungen, verursacht allenfalls Magendrücken. Rheumatologen warnen davor die Pflanze zu überschätzen. Ein Ersatz für Antirheumatika seien Teufelskrallen-Präparate gewiss nicht und können ebenso wenig wie diese Gelenkverschleiß oder -entzündung heilen.

Rheumatische Erkrankungen zählen auch in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Ursachen sind neben Vererbung vor allem falsche Ernährung. Übergewicht und Bewegungsmangel. Zwar lassen sich die Beschwerden mit modernen Medikamenten lindern, jedoch wirken diese bei einer Langzeittherapie agressiev im Magen-Darm-Bereich, belasten die Leber, das Knochenmark und das Nervensystem.

Pflanzenforscher fanden jetzt aber einen Wirkstoff, der die Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und Schwellungen beseitigen kann: Harpagophytum procumbens, im Volksmund auch Teufelskralle genannt. Diese Pflanze enthält den natürlichen Rheumawirkstoff Harpagosid, der ganz ohne Nebenwirkungen die Beschwerden lindert. Sogar vorbeugend setzt man diese Substanz ein, um Schmerzschübe von vornherein zu verhindern. Außerdem verfügt der Extrakt aus der Teufelskralle noch über einen Harnsäure senkenden Effekt, der für die Gichttherapie wichtig ist. Die Teufelskralle wird in kontrolliertem Anbau gezüchtet.

 

Wacholder

WACHOLDER

  • Stärkt das Abwehrsystem
  • Entschlackend und wirkt blutreinigend
  • Hilft bei Stoffwechselstörungen
  • Lindern Rheuma und Gichtschmerzen
  • Gegen Mundgeruch

Wer von vornherein vermeiden möchte, sich schlapp und müde zu fühlen, sollte eine entschlackende und blutreinigende Frühjahrskur zur Stärkung des körperlichen Abwehrsystems machen. Man sollte eine Kur mit dem  extrem starkem sibirischen Roleca-Wacholderbeeröl machen. Die Kapseln gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Nach der Kur soll man sich wie befreit fühlen, das Blut fließt wieder schneller, Energiereserven werden geweckt. Außerdem beugt diese Kur Ödemen vor, unter denen jede dritte Frau leidet. Die Wirkstoffe des Wachholders fördern den Stoffwechsel und machen das betroffene Gelenk wieder geschmeidig. Dass Wacholderbeeren wassertreibend wirken, ist hinlänglich bekannt, sie gehen aber auch  gegen Gärungs- und Fäulnisprozesse im Körper an. Früher glaubte man jedoch, dass die Beeren eine gewisse Reizwirkung auf die Nieren ausüben, so dass eine Wacholderbeerenkur nur Patienten mit gesunden Nieren erlaubt war. Inzwischen sind die Mediziner jedoch der Meinung, dass man diese Nebenwirkungen bisher überbewertet hat. Wacholderbeeren können aber noch mehr. Sie haben auch eine günstige Wirkung bei rheumatischen Beschwerden. Denn die Inhaltsstoffe bessern die “Ernährungsverhältnisse” von Sehnen, Muskeln und Gewebe, können also Stoffwechselstörungen beseitigen oder vorbeugen. Kauen Sie etwa zwei Stunden vor der Essenszeit getrocknete Wacholderbeeren, dies wirkt appetitanregend.

Beliebt ist immer noch die von Pfarrer Kneipp empfohlene Kur:

Man kaut am ersten Tag vier Beeren, am zweiten fünf, am dritten Tag sechs und so fort – bis man am zwölften Tag 15 Beeren nimmt. Dann dosiert man zurück auf 14, 13, zwölf Beeren bis man wieder bei vier Beeren angelangt ist. Man sollte Wacholder aber niemals länger als vier Wochen einnehmen und vorher mit dem Arzt sprechen.

Bei Mundgeruch aus dem Magen helfen Wacholderbeeren ebenfalls. Zunächst dreimal täglich eine Beere 20 Minuten vor der Mahlzeit gründlich kauen. Dann alle zwei Tage vor dem Essen eine Beere mehr kauen bis zum siebten Tag, wo man drei Beeren schluckt. Wenn nötig, die Kur wiederholen. Bei Sodbrennen einige Wacholderbeeren zerkauen und schlucken.

Tee
100 g zerkleinerte Wacholder-Beeren mit 1/2 l Wasser bedecken, 15 Minuten lang kochen und den Sud ins Badewasser geben. Hilft bei Rheuma, Gicht und Erkrankungen der oberen Atemwege.

 

Zinnkraut

ZINNKRAUT

  • Rheuma- Gicht- und Nervenschmerzen
  • Blasen- und Nierenerkrankungen

Anderer Name: Ackerschachtelhalm, Pfeifenstiel. Verwendet wird das Kraut. Sammelzeit Juni bis September.

Zinnkraut (Equisetum arvense) wird auch Ackerschachtelhalm, Fegekraut oder Katzenschwanz genannt. In der Volksheilkunde war diese Heilpflanze schon in alten Zeiten bekannt wegen Ihrer blutstillenden Wirkung. Auch wurden damit Blasen- und Nierenerkrankungen gelindert. So mancher Naturarzt empfiehlt seinen älteren Patienten, täglich Zinnkrauttee zu trinken.

Zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, auch bei Nierengrieß. Rheuma-, Gicht- und Nervenschmerzen sollen dann verschwinden. Zwei Teelöffel des geschnittenen Krautes mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen und nach einer halben Stunde abseihen. Drei Tassen pro Tag über längere Zeit trinken.

 

Zwiebeln

ZWIEBELN

  • Vielseitige Heilpflanze
  • Desinfizieren Magen und Darm
  • Hilfreich bei Rheuma und Gicht
  • Senken Blutdruck und Cholesterin
  • Schleimlösend
  • Stärken das Immunsystem

Ob nun Frühling, Sommer, Herbst und Winterzwiebeln gibt’s das ganze Jahr, und Sie sollten  sie auch genießen, denn dieses Gemüse ist Gesundheit pur. Es gibt viele Verschiedene Sorten – alle enthalten die Vitamine A, B, E und C, sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Fluor, Eisen, Jod und Zink. Zwiebeln werden seit Jahrtausenden in der Naturmedizin verwendet. Sie reinigen und  desinfizieren den Darm, regen den Stoffwechsel an und sind daher bei Rheuma und Gicht zu empfehlen. Sie stärken das Immunsystem, senken Blutdruck und Cholesterin (besonders Knoblauch), wirken schleimlösend, helfen beim Abhusten und bei Bronchitis, und sie beruhigen die Nerven fördern damit den Schlaf. Auf dem Wochenmarkt gibt es bald wieder die leckeren Frühlingszwiebeln, bei denen man auch das Kraut mit verwendet. Wohlschmeckend sind aber auch Schalotten – für die feine Küche – oder Gemüsezwiebeln, die sich besonders gut für Zwiebelkuchen und Suppen sowie zum füllen eignen. Knoblauch verwendet man vor allem in der Mittelmeerküche, und die roten Zwiebeln sind ideal für Rohkostsalat.

Zwiebeln gehören zu den gesündesten Lebensmitteln. In Magen und Darm wirken sie desinfizierend und hemmen krankmachende Bakterien. Sie regen die Arbeit der Verdauungsorgane an, haben eine harntreibende Wirkung und beeinflussen den Zuckerstoffwechsel günstig.  Ganz wichtig: Die Inhaltsstoffe der Zwiebel setzen die Gerinnungsaktivität des Blutes herab. Das ist vor allem im Zusammenhang mit dem Genuss fetter Speisen von Bedeutung, weil sich danach immer die Gerinnungsaktivität erhöht und dadurch die Gefahr einer Thrombose vermehrt wird. Zwiebeln verbessern auch ganz allgemein die Abwehrkräfte des Körpers.

Die Zwiebel enthält ätherisches Öl, schwefelhaltige Aminosäuren, Flavonoide usw. Sie wirkt bakterienabtötend, antientzündlich, wundheilend und verdauungsfördernd. Bei beginnender Erkältung haben sich Zwiebelauflagen auf den Fußsohlen bewährt, auf dem Rücken helfen Auflagen gegen Husten. Gegen Ohrenschmerzen macht man eine Zwiebelauflage auf dem Ohr. Zwiebelsirup hilft gegen Husten. Dazu wird eine ganze Zwiebel fein gehackt und mit 3 Esslöffeln Zucker vermischt. º Liter Wasser dazugeben und einige Minuten behutsam kochen lassen. Diesen Ansatz zu einem Saft oder Sirup auspressen und bei Husten 3 bis 5mal täglich einen Kaffeelöffel zu sich nehmen.

Supertipp: bei Erkältungskrankheiten: Kleingehackte Zwiebeln, mit Honig vermischt, 24 Stunden stehen lassen, dann mehrmals täglich davon einen Teelöffel einnehmen.

 

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